ObsoleWAS?

Mit dem Begriff konnte ich zuerst nicht sehr viel anfangen; obwohl mir vom Begriff “obsolet” (hinfällig) die Bedeutung eigentlich hätte klar sein müssen: Veralterung.

Aber es geht mit nicht um Fremdbegriffsdeutung, sondern der damit verknüpften Botschaft: die Produktstrategie des künstlichen Veraltens von Produkten, um das Konsumverhalten der Menschheit zu verstärken und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Die Nebeneffekte sind massiv und wieder einmal leidet die Umwelt und die arme Bevölkerungsschicht aufgrund von massiven Müllmengen und unnötiger Verschmutzung. Und das alles nur, damit sich ein Grossteil von uns gut fühlen kann, dem Trend folgend…man gönnt sich ja sonst nichts.

Für mich als Designer entsteht dadurch auch ein Ethik-Problem – denn irgendwie trage ich ja mit dazu bei, dass das Konsumverhalten gefördert wird, indem ich Webseiten mitgestalte, die wiederum nur dem Zweck dienen, dem Menschen noch mehr Güter anzudrehen.

Und umgekehrt lasse ich mich selbst auch darauf ein, auf den Konsumtrieb, ersetze “veraltete” Produkte durch neue und bin Mitträger bei der Müllproduktion.

Ich werde mir für den Alltag überlegen, wo ich mich stärker zurücknehmen kann, mein eigenes Kaufverhalten reduzieren und eher auf “leihen, gebraucht kaufen oder mitbenutzen” setzen kann (Reset for a better world) …da war ich in Vancouver auch schon um einiges Schritte weiter.

Das Thema ist bei mir heute durch diese Reportage bei ARTE aufgekommen.

Kaufen fuer die Muellhalde

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