Neue Ziele

Es gibt ja auch ein Leben neben der Fussballweltmeisterschaft. Und das ist momentan ziemlich busy. Nicht zuletzt weil ich momentan einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit (oder Freelancerei – ich finde das Wörtchen “frei” gerade angemessener als “selbständig” :)) plane. Mittlerweile ist mein Netzwerk hier in Kanada weiter gewachsen, es gibt so viele interessante Firmen hier und somit viel Lernpotential für mich. Und dieses Potential sehe ich bei meinem derzeitigen Arbeitgeber nicht mehr wirklich.

Diesmal fühle ich mich etwas besser vorbereitet, ich habe jede Menge gelernt in dem letzten Jahr, viele neue Kräfte gesammelt, neue Einsichten gewonnen und neue Ziele gesetzt. Und auch wenn mich das Wörtchen “frei” sehr anspricht und reizt, so weiss ich doch auch, dass es nicht nur positive Seiten gibt und ich mich auch mit Dingen auseinandersetzen muss, die mich eigentlich gar nicht ansprechen. Dazu gehört unter anderem: Marketing. Bäh. Aber es muss eine Selbstvermarktung her, damit ich Aufträge bekomme. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert schon nach einem Jahr hier in Toronto ziemlich gut – aber ich will mit den “richtigen” Firmen zusammen arbeiten.

Selbstvermarktung: ein neues Lernfeld

Ich habe mich in den letzten Tagen auch tatsächlich hingesetzt und versucht, mein persönliches “Mission Statement” zu definieren, meine Stärken und Schwächen zu analysieren und nach Ideen gesucht, wie ich das auf einer Webseite wiederspiegeln könnte. Ist alles noch in Arbeit…

…aber ein Teil davon war eben auch: ein Fotoshooting.

Als ich nach Toronto kam, habe ich wie wild meine Bewerbungsunterlagen an jegliche Firmen geschickt, die in meinem Industriezweig einen guten Namen haben. Aber das Bewerbungsschreiben und das Portfolio ist nicht alles. Ich hatte schnell das gefühl, dass die Konkurrenz hier hoch ist, ein schlichtes Portfolio mich auch nicht von der Masse abhebt – aber sobald ich die Chance bekam, mit jemandem persönlich zu reden, konnte ich punkten. Ich habe bisher sehr viel positive Rückmeldung über meine Kommunikationsweise und meine Begeisterungsfähigkeit erhalten.

Ha, und genau das würde ich gerne auf meiner Webseite abbilden. Persönlichkeit und Begeisterung 🙂 Dazu gehört natürlich auch ein Foto von mir – und das sollte möglichst Kompetenz, gleichzeitig aber auch Kreativität und Leidenschaft beinhalten. Hui.

Das Fotoshooting

Zum Glück habe ich Abn kennen gelernt, eine tolle Designerin und mittlerweile eine super Freundin! Wir sind zusammen zu einem Industriehof gefahren, der vor wenigen Jahren zu einem öffentlichen Gemeindezentrum umfunktioniert wurde. Dort gab es eine herrliche Parkanlage und jede Menge tolle Backsteingebäude, beides eine prima Kulisse für mein Fotoprojekt.

Abn war klasse. Sie hat mich immer wieder animiert, einfach vor mich hinzureden, wir haben uns also gegenseitig Geschichten erzählt, viel gelacht – und dabei sind hunderte von Fotos entstanden.

Nach einer Stunde sind wird dann glücklich und ausgelassen zum Ausgang des Geländes getorkelt – und wurden auch ganz nett von einer Person, die auf diesem Gelände arbeitet (es werden dort immer wieder mal Workshops durchgeführt, es gibt dort einen Gemeinschaftsgarten und jegliche Aktivitäten, die von Betreuern organisiert werden), begrüsst. “Hey, how are you guys?” Super nett sind die hier!

Bis dann die nächste Frage kam: “Do you have a permit?” Hä? Seit wann braucht man für eine Gemeinschaftsanlage eine Erlaubnis? Ach, fürs Fotografieren? Nööö, da haben wir nix. Tja, und da wollte die Trulla uns doch dann erstmal eine Fotografie-Erlaubnis verkaufen. Für nur 250 Dollar. Haha, ne du, so viel sind meine lustigen Porträt-Aufnahmen dann doch nicht wert. Wir haben uns dann weiter dumm gestellt, noch ein wenig verhandelt – und schliesslich durfte ich abziehen, nachdem ich meine Telefonnummer und Adresse dalassen musste.

Noch habe ich meine Fotos also noch 🙂

Und: das Ergebnis ist komplett anders als erwartet – aber irgendwie toll. Es gab einige wenige wirklich gute Aufnahmen darunter. Mich hat aber vor allem die Vielfalt überrascht – und meine Körpersprache 🙂 Haha, ich hatte plötzlich eine komplette Geschichte von mir vorliegen. Toll. Daraus habe ich dann erstmal eine Collage zusammengestellt. Und siehe da: das Ergebnis fand ich wirklich toll! Denn das zeigt genau mich, meine Persönlichkeit, meine Art zu kommunizieren, mein Lachen und meine Begeisterung, mit den Händen zu reden :D. Das ist prima für meine Webseite!

Und was man daraus machen kann

Ha, und hier sind die Ergebnisse:

frooks_many
In action: mit den Händen reden
frooks_many3
Da sprudeln neue Ideen
frooks_many2
Schon gesagt, dass ich Fotoshootings nicht mag? 🙂
Fotos mit Abn
Fotos mit Abn

2 thoughts on “Fotoshooting: Wie fängt man eigentlich Persönlichkeit ein?”

  1. Yeah! Die Fotos sind aber wirklich toll geworden! Das Zusammenstellen als Collage find ich klasse, ja, das bist Du, sofort erkennbar 🙂

    1. Haha, dankeschön! Yes, that’s me – I agree! War irgendwie spannend, durch die 300 Fotos zu gehen und meine Körpersprache zu sehen. Ja, ich rede definitiv viel mit den Händen 😀

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