Diese Woche hatte ich ein “erleuchtendes” Erlebnis, eine Situation, die ich wunderbar zu einer Metapher für meine momentane Situation machen kann.

Eines meiner Hauptprojekte findet nach wie vor bei Telus (Telekommunikationsfirma) statt – wobei ich mittlerweile zahlreiche Nebenprojekte am Laufen habe, die mein Leben gerade etwas sehr arbeitsintensiv gestalten lassen.

Die Arbeitsatmosphäre bei Telus ist auch nach 4 Jahren nicht wirklich freundlicher; ich habe dort zwar nette Kollegen, aber irgendetwas fehlt oder fühlt sich schräg an. Wirklich gerne halte ich mich jedenfalls nicht im Büro auf.

Zudem ist mein Projekt, an dem ich arbeite, eine ziemliche Herausforderung für mich momentan und ich fühle mich oftmals wie ein kleines Holzbrettchen, was auf dem offenem Meer treibt…

Diese Woche kam einer meiner Arbeitskollegen, ein Designer, an meinen Platz und plauderte ein wenig. Dann meinte er plötzlich: warum hast du eigentlich die Jalousien unten? Draussen ist doch tolles Wetter!

Und da fiel mir zum ersten Mal auf, dass ich direkt vor einem riesigen Fenster sass – aber an unserer Fensterfront hatte eben jeder die Jalousien unten, daher habe ich dem keine nähere Bedeutung geschenkt. Ich hab meinen Kollegen zuerst etwas verwundert, dann fragend angeschaut. “Meinst du, ich kann die einfach so öffnen”? “Klar, du musst ja nur nach vorne greifen und das Ding hochziehen.”

Na logisch! Liegt doch direkt vor mir! Es erfordert nur einen Schritt (oder in meinem Fall: einmal auf den Tisch klettern, um an die Schnur zum hochziehen zu kommen). Und tada: plötzlich sah ich mich einer tollen bunten Welt gegenüber! Ausblick nach draussen, der Himmel!! Wir sind zwar mitten in der Innenstadt und die Aussicht ist nicht besonders spannend – aber plötzlich die “Freiheit” vor mir zu sehen, dass hat einen riesigen Einfluss darauf, wie ich mich nun im Büro fühle.

Ich konnte es nicht fassen und musste immer wieder zu meinem Kollegen rüberlaufen und im strahlend davon erzählen, wie toll der Himmel ist. Und dann gabs sogar noch einen Regenbogen zu Belohnung!

Meine Aussicht im Büro
Meine Aussicht im Büro
Meine Aussicht im Büro
Meine Aussicht im Büro
Mein Arbeitsplatz
Mein Arbeitsplatz

So einfach ist das: die guten Dinge liegen direkt vor uns! Sie sind nah – sie erfordern nur einen Schritt, eine Initiative von uns. Und wie passend ist das für meine momentane Situation im Projekt: ich muss es einfach anpacken und an der Schnur ziehen…

So einfach kann Leben sein 🙂

 

When The Mind Is Blind

Human kind,
Insist on being defined,
By the nonsense that goes on in our minds,
Fashion, and ‘beauty’ and love’
Combined and designed,
To make the whole world go,
Blind.

by Katching Nobles

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