Indien! Ich bin tatsächlich in Indien! Und es ist schön hier – vielleicht ein wenig a la “Eat, Pray, Love” – Minus dem Ashram. Aber selbst das gibt es hier irgendwo in der Nähe. Ich bin noch dabei, alle Eindrücke auf mich wirken zu lassen und morgen wird unser Training so richtig starten. Hier meine ersten Eindrücke!

Von Frankfurt aus ging es über Sri Lanka nach Chennai, in den Süden von Indien: insgesamt 12.5 h Flug und davon etwa 0 h Schlaf. Dementsprechend gerädert kam ich am Flughafen in Chennai an – aber ich hatte gar keine Zeit, meine Müdigkeit wahrzunehmen, so viele neue Eindrücke drangen sofort auf mich ein. Da war zuallerst die Fahrt von Chennai nach Auroville. Ein Taxifahrer wartete am Flughafen auf Ming, eine weitere Teilnehmerin, und mich und fuhr uns in das 3 Stunden entfernte Auroville. Erster Einblick in die indische Kultur: das indische Fahrvermögen. Hier herrscht, nach britischer Art, Linksverkehr – was fein ist. Aber eigentlich gibt es gar keine Seiten – denn irgendwie fährt jeder, wie er will. Auf zweispurigen Strassen hat man daher oft 4 Autos nebeneinander, die sich kreuz und quer überholen. Dazwischen Mopeds, Kühe und Menschen, die mal eben die Strasse überqueren sollen.

Chennai - Auroville
Chennai – Auroville

 

On the way to Auroville
On the way to Auroville

 

Nun sind wir hier in Auroville, insgesamt 8 Mädels mit 4 TrainerInnen. Zu der Gruppe und unserem Training werde ich später noch jede Menge berichten. Zunächst aber ein paar Informationen zu Auroville selbst, ein berühmter Ort zu dem es einiges zu sagen gibt.

Auroville wurde 1968 als ein Experiment gestartet, welches sowohl durch die indische Regierung sowie durch UNESCO unterstützt wurde. Er sollte zu einem Ort für “Gleichheit der Menschen” werden, der zur Transformation des Bewusstseins beiträgt, ein nachhaltiges Leben ermöglicht und für eine gute Zukunft sorgt. Die Gründerin dieses Ortes, die überall als “the mother” verehrt wird (hier hängen an jeder Ecke Bilder oder riesige Plakate…yap, dieser Ort ist “anders”), wollte Auroville zur Heimat von 50’000 Menschen machen. Bisher leben hier 2’500 Menschen jeder Altersklasse aus 49 verschiedenen Nationen.

Auroville City Layout
Auroville City Layout (Quelle: http://www.auroville.org)

 

Als Auroville gegründet wurde, war dies hier noch ein reines Wüstengebiet. In den 70ern wurde dann ein riesiges Begrünungsprogramm durchgezogen, Anlagen gebaut, um Regenwasser zu sammeln und Bäume angepflanzt. Und das ist noch immer ein Schwerpunkt in Auroville: das Experimentieren mit nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösungen für Themen wie Bio-Anbau, Müllverwertung, erneuerbare Energien und Wasserversorgung. Hier herrscht das Prinzip der Selbsterhaltung: alle Produkte werden in Auroville selbst hergestellt und sind umweldfreundlich.

Grünes Auroville
Grünes Auroville (Quelle: green.aurovilleportal.org)

 

Wir sind hier für eine Woche in einem himmlischen Gästehaus untergebracht – eine wahre Oase mitten im Nirgendwo in diesem Ort. Es ist ein perfekter Ort für Yoga und Meditation mit einer riesigen Parkanlage und mehreren Workshop-Räumen, wo wir die nächsten Tage am meisten verbringen werden. An interessanten Tieren sind uns heute bereits eine kleine Giftschlange und zwei Skorpione begegnet, ich werde ich hier ausserdem fleissig von Moskitos verzehrt – aber ansonsten ist alles prima!

Our Guesthouse
Our Guesthouse

Heute gab es schon einen kleinen Ausflug zu den nächstgelegenen “Buden”, damit wir uns eine SIM-Karte fürs Handy kaufen konnten (um für unsere Kunden und Projekte in Indien erreichbar zu sein) – dies war auch eine Erfahrung für sich 🙂

SIM Cards
SIM Cards

 

India
India

 

Tuk-Tuk
Tuk-Tuk

Ich bin sehr gespannt auf die kommende Woche, den gemeinsamen Austausch und auf neuen Input.

2 thoughts on “Indien: Ankunft in Auroville”

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