Zeit f├â┬╝r einen kurzen Frustrationsausbruch: bisher habe ich die sch├â┬Ânen Momente hier in Indien geteilt, die neuen Eindr├â┬╝cke und die kleinen Abenteuer.

Aber diese Abenteuer sind nicht immer so am├â┬╝sant und├é┬ámir f├â┬Ąllt es langsam immer schwere, die kleinen Unannehmlichkeiten hier zu ignorieren. In meinen├é┬á6 Wochen Indien├é┬áhier habe ich definitiv wieder gelernt, mein Leben und Lebensstil in Europa und Kanada wertzusch├â┬Ątzen: ich bin so dankbar, dass ich in so wundervollen L├â┬Ąndern bisher leben durfte – und dabei denke ich nicht unbedingt an den Komfort und die materiellen Vorz├â┬╝ge, sondern vor allem an die├é┬áNatur und die Umgebung. Poesie f├â┬╝rs Auge, das hat sowohl die Schweiz wie auch Kanada zu bieten – und das ist etwas was ich hier im Matsch, Chaos und Schmutz immer st├â┬Ąrker vermisse.

Pondicherry
Rain in Pondicherry

Das alleine f├â┬╝hrt aber nicht zum Frust. Der Frust kommt nun durch den Monsoon, der uns nicht mehr loszulassen scheint. Solche heftigen├é┬áRegenmassen├é┬áhat man hier zuletzt vor 100 Jahren erlebt! Es regnet tagein, tagaus. Und selbst das k├â┬Ânnte ok sein, wenn man einen trockenen und warmen Ort h├â┬Ątte, um sich gem├â┬╝tlich einzukuscheln. Doch davon sind wir hier leider weit entfernt: unser G├â┬Ąstehaus ist zwar ein solides Haus, hat aber keine geschlossenen Fenster. Somit sind alle R├â┬Ąume feucht und modrig. Wenn wir Kleider waschen, dauert es mehrere Tage, bis sie statt “nass” nur noch “feucht” sind; den modrigen Geruch bekomme wir alle nicht mehr heraus.

Kein Buch oder Schreibblock bleibt hier trocken. Schuhe fangen an zu schimmeln, mein Pass ist bereits gr├â┬╝nlich – vor einigen Tagen habe ich sogar Schimmel auf meinem iPad gehabt!

Die Regenf├â┬Ąlle sorgen ausserdem daf├â┬╝r, dass wir hier regelm├â┬Ąssig Strom- und Wasserausfall haben. Zudem lockt es die M├â┬╝cken und auch die Ameisen heraus, es gibt so gut wie keinen Ort hier, an dem man sich m├â┬╝ckengesch├â┬╝tzt aufhalten kann.

Aber das sind alles Luxusprobleme verglichen mit der Katastrophe, die sich momentan in der Nachbarstadt abspielt: ganz Chennai steht unter Wasser, es gibt keinen Strom mehr, jeglicher ├â┬Âffentlicher Verkehr ist ausgeschaltet, Nahrungsmittel k├â┬Ânnen nicht mehr transportiert werden – und jetzt hat es auch den Flughafen erreicht. Seit vorgestern ist dieser geschlossen und wird auch in den n├â┬Ąchsten Tagen nicht wieder ├â┬Âffnen (der Regen├é┬áwird nicht so schnell stoppen).

Chennai Airport
Chennai Airport (Source: Twitter)

 

Chennai Airport
Chennai Airport (Quelle: Twitter)

 

Chennai Airport
Chennai Airport Abflugshalle (Quelle: Twitter)

 

Chennai Airport
Chennai Airport (Quelle: Twitter)

Unser Programm ist heute zu Ende und wir alle sollten morgen eigentlich abfliegen – von Chennai. Dieser Plan f├â┬Ąllt nun wortw├â┬Ârtlich ins Wasser.

F├â┬╝r mich h├â┬Ątte morgen eine Woche in Sri Lanka begonnen (die letzte Woche in Asien wollte ich mit ein paar Tagen surfen feiern). Das wird nun zu einer echten Herausforderung.

Ich sitze hier gerade in einem kleinen Cafe, zusammen mit Tammy, aus unserem Program.├é┬áHier konnten wir endlich Internetzugang finden – wenn auch suuuuuper langsam. Wir k├â┬Ąmpfen uns nun durch die neusten News und updates, sind auf der Suche nach Fl├â┬╝gen von umliegenden Flugh├â┬Ąfen sowie M├â┬Âglichkeiten, zu diesen Flugh├â┬Ąfen zu gelangen. Die Flugpreise schnellen st├â┬╝ndlich in die H├â┬Âhe (soeben habe ich gesehen, dass der billigste Direktflug von Bangalor nach Colombo bei├é┬á1000 CAD startet – f├â┬╝r 1.5.h Flug!!).

Um nach Sri Lanka zu kommen, ben├â┬Âtige ich ein Visum – aber meine Kreditkarte wurde gesperrt,├é┬ákann nix mehr online bezahlen!

Und so trifft uns gerade eine Blockade nach der anderen…und das ist nun wirklich frustrierend.

Grosses Ziel für uns für heute abend: get me out of Auroville!!!

Und das werden wir schaffen!

Done with it
Done with it

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