Was für intensive und erlebnisreiche Tage wieder einmal. Inspiriert, der Kopf vollgepackt mit neuem Wissen, neuen Eindrücken, neuen Bildern, das Herz tief berührt durch neue Geschichten und das Gesicht glüht von zu viel Sonne 🙂

Dieses Wochenende war wieder einmal komplett dem Skifahren und den Bergen gewidmet: 2 Tage Kick Ass Ski Camp  in Whistler als Fortsetzung von meinem Skilehrer-Kurs. Zwei intensive Tage mit einer Gruppe von 8 spannenden Leuten und einem fantastischen Skilehrer. In Gedanken gehe ich noch immer jede neu gelernte Bewegung durch, fühle meine Muskeln stärker und achte bewusster auf meine Balance und Haltung. Wir haben soooooo viel gelernt. Und das Beste: diesmal gab es eine Videoanalyse, so dass ich endlich sehen konnte, wie ich beim Skifahren aussehe – da gibt es definitiv einiges, dass ich verbessern möchte.

Unsere Skigruppe
Unsere Skigruppe

 

Whistler
Whistler

 

Skifahren im Kostüm
Skifahren im Kostüm: Kids run

Während der zwei Tage haben wir aber nicht nur über Skifahr-Techniken geredet, sondern auch so einige berührende Geschichten aus dem Leben ausgetauscht – tragische Geschichten, Schicksalsschläge, lustige Geschichten, romantische Geschichten…ja, da war eine tiefe Verbundenheit in unserer Skigruppe auf einmal.

Und das hat zum Philosophieren eingeladen. Ein paar Dinge, die ich am Wochenende vom Skifahren gelernt habe und aufs Leben übertragen kann:

  1. Facing the fear: Um beim bergabfahren das richtige Gleichgewicht zu finden, ist es wichtig, tief in die Knie zu gehen, Hintern nach hinten und gleichzeitig den Oberkörper nach vorne lehnen, über die Skier. Sich der Angst entgegen strecken! Denn wenn man zurückweicht und nach hinten lehnt, erreicht man genau das Gegenteil: die Skier nehmen Fahrt auf und man fällt schliesslich um. Also: darauf zusteuern, auf die Angst.
  2. Twist & unwind – nutze die Spannung: Der Körper ist beim Skifahren quasi in zwei Teile geteilt, die sich entgegengesetzt bewegen. Der Oberkörper dreht gegen die Richtung der Beine & Knie. Diese Körperspannung kann man nutzen, um den Schwung für die nächste Drehung einzuleiten. Spannung kann also positiv genutzt werden – achte darauf!
  3. Nutze die Umgebung für deine Ziele: Wir haben jede Menge Buckelpisten geübt an diesem Wochenende. Dort wurden wir aufgefordert, die Schrägen der Hügel als “Rampen” zu nutzen, um unsere Skier in die gewünschte Richtung zu lenken und den Schwung mitzubekommen. Sich also die Umgebung zunutze zu machen, um Bewegungen zu vereinfachen. Ein Hügel muss also nicht immer gleich ein Hindernis sein – er kann uns auch neuen Schwung geben oder uns energiesparend helfen in die richtige Richtung zu kommen.
  4. Find your rhythm: Kommt auch von der Buckelpiste. Nicht immer von Hügel zu Hügel, von Punkt zu Punkt denken, sondern in einen flow kommen, einen Rhythmus finden, das Gesamtkonzept betrachten – dann wird alles softer
  5.  Focus on the details: Ich habe an diesem Wochenende gelernt, sehr stark auf meine Füsse zu achten, an welchen Stellen ich Druck auf die Fusssohle ausübe, wie sich meine Zehen bewegen, wie ich mein Gewicht vom gesamten Fuss auf die Seiten verlagere…alles kleinste Details, die scheinbar keinen grossen Einfluss haben – aber eine Menge bewirken. Es sind die kleinen Dinge, die zählen und du dazu verhelfen, ein tolles grosses Ganze zu kommen.

Und damit beende ich nun ein herrliches Wochenende und gehe ins Bettchen mit tollen, tollen Bildern im Kopf.

Schöne neue Woche!

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