Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von Liebe, Familie, Gemeinschaft, interkulturelle Verbindungen und Festlichkeit: Vancouver at its best!

Ein Freund von Wilson hat am Samstag seine Hochzeit gefeiert. Der Freund, Peter, kommt ursprünglich aus Irland. Seine Braut, Ruby, ist in Kanada aufgewachsen, ihre Familie kommt allerdings aus Indien (wie etwa 10% der Bevölkerung in Vancouver). Um den beiden unterschiedlichen Kulturen gerecht zu werden, heiraten Peter und Ruby gleich zweimal: das Fest in Vancouver wurde nach indischer Art gefeiert, Im Dezember gibt es eine Wiederholung in Dublin nach irischen Traditionen.

Indische Hochzeiten dauern in der Regel mehrere Tage bis zu einer Woche. Wilson und ich waren also nur an einem Bruchteil beteiligt, aber das war bereits sehr eindrucksvoll.

Am Samstag morgen haben wir uns alle am Sikh Tempel von Vancouver versammelt. Es waren insgesamt ca. 250 Gäste anwesend, den indischen Traditionen entsprechend war auch alles sehr bunt gestaltet: die meisten Frauen haben sich an die indische Tracht gehalten. Auch ich habe mich in einen Punjab Suite geworfen, bestehend aus einer typisch weiten Hosen (Churida) und einem bunten glitzerndem Oberteil (kurta) mit langem Schal.

Einzug des Bräutigams vor dem Tempel
Einzug des Bräutigams vor dem Tempel

 

Wilson und ich
Wilson und ich

Nach einem kurzen, musikalisch begleitendem Einzug des Bräutigam vor dem Tempel ging es anschliessen zum gemeinsamen Frühstück – mit Mandelmilch und frittiertem Gemüse. Anschliessend begann dann die fast 2-stündige Hochzeitszeremonie. Dazu begaben wir uns alle in den oberen Teil des Tempels, Frauen und Männer sassen auf getrennten Seiten (Schuhe wurden vorher ausgezogen, sowohl Männer als auch Frauen mussten im Tempel ständig eine Kopfbedeckung tragen).

Die eigentliche Vermählung erfolgt folgendermassen: der Brautvater übergibt das Ende des Schals, den der Bräutigam trägt, an die Braut. Dann umrundet das Brautpaar (die Frau läuft hinter dem Mann mit dem Schal in ihren Händen) mehrere Male den “Guru”, der in der Mitte der Tempelhalle sitzt. In diesem Kreis stehen ebenfalls männliche Familienangehörige, die dann die Braut jeweils ein Stück im Kreis begleiten und somit dem Brautpaar ihren Segen und ihre Unterstützung geben. Ein schönes Symbol!

Zeremonie im Tempel
Zeremonie im Tempel

 

Zeremonie im Tempel
Kunterbunt

 

Zeremonie im Tempel
Zeremonie im Tempel

 

Zeremonie im Tempel
Brautpaar im Kreis

 

Nach der Zeremonie gibt es dann wieder Essen und man feiert gemeinsam.

Das Brautpaar
Das Brautpaar

 

Das Brautpaar
Das Brautpaar

 

Indische Frauen
Indische Frauen

 

Am Abend wurde dann etwas mehr “europäisch” gefeiert, in einer wunderschönen alten Schiffshalle direkt am Wasser. Es gab ein riesiges Festgelage mit indischem Essen, indischer Musik, unterhaltsamen Ansprachen der Familien – schön wars! Ein tolles Brautpaar, dem ich von Herzen alles Gute wünsche!

So viele bunte Eindrücke lassen mich nun gestärkt eine neue Woche starten: Happy Monday everyone!

Hier noch ein Eindruck, wie so eine typische indische Hochzeitszeremonie abläuft:

 

2 thoughts on “Indische Hochzeit”

    1. 🙂 Hach, ich wünschte, ich hätte meine gute Kamera dabei gehabt…so viele tolle Farben! Aber ich wollte nicht wie ein Tourist dort rumlaufen 🙂

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