November, mein  Lieblingsmonat.  Also mit  voller Ironie.

Da sitzen wir nun,  in unserem  kuscheligen Apartment und arbeiten vor uns hin. Und draussen säuselt der Regen leise vor sich hin. Der Vancouver Regen, so öde und langweilig. Keine richtigen Regentropfen, die gegen die Fensterscheiben tropfen und alles in eine gemütliche Atmosphäre bringen, die einen froh stimmen, dass man drinnen im Warmen sitzt.

Nein, hier gibt es nur die langweiligen Bindfäden, die in gleichmässiger Geschwindigkeit von oben nach untern herabziehen, kaum zu sehen, aber dennoch alles klatschnass machen. Kein Sturm, Hagel, Gewitter, kein Laut und Leise – nur ein monotones Grau, dass sich vor den Fensterscheiben breit macht.

Ein echter Vancouveraner sieht das alles nicht mehr. Für den gehts jeden Tag raus, egal, welches Wetter herrscht. Und irgendwie tut das ja auch gut: frische Luft, dem Wetter trotzen. Und Wilson und ich schubsen uns gegenseitig an: ob es mit dem Mountainbike ist oder mit den Joggingschuhen, auch wir sind bei dem Nieselwetter draussen. Ist eben immer eine riesige Matschparty, wenn man wieder ins Hausschleicht, triefend. Und dann kommt die Kuschelstimmung auf.

Rainy Days
Rainy Days
Rainy Days
Rainy Days

Und im Wald ist die Regenstimmung auch nochmal anders: im “Regen”wald, direkt hier in der Stadt, wo kleine Bäche zu grösseren Strömen werden, wo alles so schön still ist, die Bäume und das Laub vor sich hin glitzern.

Rainy Days

Rainy Days
Rainy Days

Das richtige Wetter für Schwarz-Weiss-Fotos 🙂

So, und jetzt werde ich mir zum ersten Mal Vitamin D Tabletten kaufen. Scheinbar die alltägliche Winterdroge hier in Vancouver, damit man die Monate ohne Sonne übersteht. Denn das Grau macht mir schon jetzt zu schaffen…Happy November!

 

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