Einfach mal abhauen, raus aus der Stadt. Jetzt sind wir zwar gerade erst in den Trubel gezogen – aber bei dem schönen Sonnenwetter, mit dem wir momentane verwöhnt werden, ruft die Natur lauthals!

Spontan haben wir uns am Freitag nachmittag entschlossen, unser Zelt und unsere neuen Paddelboards ins Auto zu packen und die Küste entlang zu fahren – bis nach Lund. Sind zwar nur knapp 200 km, aber zwischendrin muss man 2 Fähren erwischen.

So spontan wir uns auch fühlten, wir wurden bereits in Vancouver an der Fähre in die Realität zurückgeholt: keine Reservierung? Dann bitte einmal warten – nächste Fähre fährt um 22.30Uhr.

Zum Glück liegt der Fährenhafen an einer schöne Bucht hier in Vancouver mit einem schnuckeligen kleinen Ort, so dass wir uns gemütlich bei Fish & Chips und Bier die Zeit vertrieben konnten.

Wir fuhren bis um 1 Uhr nachts dann zur zweiten Fähre (die so spät natürlich nicht mehr operierte), suchten uns ein abgelegenes Plätzchen und schlugen unser Zelt auf. Abenteuer kann losgehen!

Am nächsten Morgen ging wachten wir früh auf (der Wiesenplatz war nicht der gemütlichste :D) und schnappten die erste Fähre. Sonnenschein, Kaffee an Board, alles fein!

Fähre Richtung Lund

Auf der anderen Seite angekommen haben wir uns dann erstmal einen See gesucht. Bei dem tollen Wetter wollten wir ins Wasser, paddeln!

Ich schaffte es sogar, Ace aufs Board zu bekommen. Er war sich der Sache aber nicht so sicher und sah nicht unbedingt glücklich aus auf diesem schwankendem Etwas zu stehen 🙂

Nach diesem tollen Einstieg in den Tag ging es dann das letzte Stück rauf nach Lund, einem kleinen Fischerort, der auch das Ende der Küstenstrasse darstellt.

Ein kleines verwunschenes Örtchen mit leckeren Fischrestaurants, hervorragend für eine kleine Mittagspause.

Anschliessend ging es zum Nachmittag-Paddeln: ein erneuter Versuch, Ace aufs Boot zu bekommen. Unterwegs habe ich ihn wieder ans Ufer gesetzt, so dass er an der Küste neben uns entlang trotten konnte. Aber auch das war nicht so einfach für ihn: ständig musste er Klippen überwinden und über kleine Abgründe springen. Bis er dann ins Wasser fiel und schliesslich am Ufer stand wie ein…begossener Wolf.

Wilson musste ihn schliesslich mit Kraft auf sein Board ziehen, wo er sich mühsam festkrallte und heilfroh war, als er wieder festen Boden unter sich hatte.

Am Abend suchten wir uns dann noch eine gemütliche Stelle an der Küste, um den Sonnenuntergang zu bestaunen.

Und wieder auf der Suche nach einem verstecktem Platz, an dem wir unser Zelt aufschlagen konnten. Zweite Camping-Nacht: uns gehts gut!

Sonntag morgen aufgewacht wollten wir dann erstmal die Gegend um unser Zelt erkunden. Wir waren nicht weit von einem kleinen See entfernt – Joggingschuhe an und zum Frühstück erstmal eine Runde um den See gerannt. Juchhe!

Anschliessend ging es langsam Richtung Fähre…aber weil das Wetter so schön war und wir die Küste entlangfuhren, konnten wir es nicht lassen: ein letzte Stopp, um ein letztes Mal die Boards aufzupumpen. Wir spürten es bereits kräftig in den Armen, ging etwas langsamer heute 🙂

Ace hatte Pause, er lag erschöpft am Strand…

…während wir uns durch die Wellen kämpften zu einer kleinen Insel.

Damit war unser Abenteuer auch schon vorbei! Wir schafften es zur Fähre Nummer 1, rasten weiter zur Fähre Nummer zwei – und durfte dort wieder 4 Stunden in der Warteschlange stehen, um dann auf die letzte Fähre gelassen zu werden. Ein herrliches, sonniges, abenteuerreiches Wochenende 🙂

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