Nach so viel Kisten schleppen gab es ein kleines Päuschen mit Fokus-Wechsel: ich habe mich für einige Tage im Rheingau versteckt, um einerseits etwas arbeiten zu können, andererseits die Gegend dort (wieder) zu entdecken. Als Kinder sind wir hier ab und zu gewesen – doch viel weiss ich nicht mehr. Höchste Zeit, diese wunderbare Weinlandschaft zu erkunden.

Zuerst ging es nach Geisenheim, direkt zwischen Oestrich-Winkel und Rüdesheim. Hier hatte ich ein nettes Airbnb gefunden, was sich als supergemütlich entpuppte: direkt unterhalb des Schlosses in den Weinbergen in einer Dachwohnung. Ja, hier kann man es aushalten.

Ein kurzer Spaziergang am späten Nachmittag: paradiesisch!

Hier konnte ich abends gemütlich an meinen Video-Konferenzen mit Kanada teilnehmen, während ich mir ein Glässchen Wein gönnte 🙂 So macht arbeiten Spass! Am nächsten Tag hatte ich einen produktiven Vormittag, den ich dann mit einer längeren Joggingrunde beendete: durch Wald und Feld, an Moschus-Ochsen vorbei.

Von Geisenheim fuhr ich nach zwei Tagen weiter nach Sankt Goar. Unterwegs musste ich immer wieder einmal anhalten, um Geschichte einzuatmen: an jeder Ecke ragt hier eine Burgruine empor, die kleinen Ortschaften sind mit Fachwerkhäusern und Pflastersteinen geschmückt – seufz *miss you Germany*.

Ein bisschen an den Ruinen hinaufklettern, die alten Stadtmauern entlang – kann schon verstehen, warum es so viele Dichter und Denker hier her zog.

Sankt Goar selbst war dann allerdings etwas verlassen. Die Orte direkt am Rhein leben doch überwiegend vom Tourismus – und der ist auch ohne Corona im November nicht so dolle. Nun ja, dafür hatte ich hier Ruhe zum arbeiten 🙂 Einmal zum Schloss bin ich dann trotzdem hochspaziert.

Am nächsten Tag habe ich noch eine kleine Joggingrunde zur Loreley-Aussicht unternommen: ein herrliches Tal!

Rheingau: du bist schön, hier komm ich wieder. Denn:

“Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.”

Johann Wolfgang von Goethe

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