Nächster Schritt. Abflug nach Frankfurt, um die Hausräumung zu starten.

Fühle mich unwohl. Nicht unbedingt, wegen der Räumaktion – zuerst einmal wegen Reisen in Corona-Zeiten. Die letzte Erinnerung ist noch ziemlich lebendig – morgen startet unser Gerichtstermin (weil wir angeklagt wurden, nicht ins Hotel für eine 5-tägige Quarantäne zu gehen), den Wilson nun alleine wahrnehmen muss. Wir wird wohl dieser Flug?

Abflug in Vancouver: ging überraschenderweise alles reibungslos. Doch die Pandemie blitzt überall auf – und nachdem ich mehrere Personen in Ganzkörperschutz an mir vorbei traben sehe, frage ich mich, ob ich mit meiner kleinen Maske da mithalten kann :).

Die Ankunft in Frankfurt war weniger angenehm: lange Warteschlangen überall. Zunächst beim Aussteigen. Dann bei der Passkontrolle (die elektronische Kontrolle war abgeschaltet, nun wurde alles durch 2!! Beamten geleitet. It took forever!!!). Danach auf die Koffer warten (gab extra Verzögerung, warum auch immer). Dann auf den Mietwagen warten.

Knapp 3 Stunden habe ich gebraucht von der Landung bis ich ins Auto stieg. DREI STUNDEN!

Ok, und dann: Ehlhalten. Jetzt erst fiel mir ein: ich hab ja gar keinen Haustürschlüssel mehr! Bisher war immer jemand da, da brauchte ich keinen Schlüssel. Wie komme ich nun ins Haus rein? Ja, der Nachbar hat einen Schlüssel – aber der ist am arbeiten und kommt erst am späten Abend nach Hause. So lange sitze ich hier doch nicht einfach blöd rum! Also: alle Fenster und Türen checken. Ob ich auf den Balkon klettern kann und die Tür eindrücke? Hm, ne, schräge Idee, da komm ich so einfach nicht hoch. Der Keller? Zu. Die Kellerfenster? Durch die komische Luke durch? Ist da nicht ein kleiner Spalt offen?

Tatsächlich, durchs Kellerfenster konnte ich mich reinschleichen. Durch mehrere fette Spinnweben hindurch und durch einen schlammigen Schacht. Aber immerhin: ich war drin!

Hallo, du eiskaltes, verlassenes Haus. Wo fang ich jetzt nur an? Der Container stand schon bereit…also: dann mal los.

Freitag bis Sonntag haben wir dann alle hier rumgewerkelt. Der erste (und aufwändigste) Schritt: Zimmer für Zimmer durchgehen und Dinge ausmisten, die wir behalten wollen. Da kamen alte Zeugnisse, viiieeele alte Fotos, auch alte Briefe zum Vorschein. So viele Erinnerungen…

Nach der ersten Phase folgte die zweite Phase – mit tatkräftiger Unterstützung von Elke, Frederik und Hannah: ausmisten. Das meiste landete im Container, den wir uns hierfür bestellt hatten – aber es gab auch viel Papier und Kleidung, die wir getrennt entsorgten. Der Mann am Wertstoffhof wurde immer missmutiger, wenn er uns erneut wiederkommen sah. Und noch einmal. Und noch einmal. Und immer so weiter…

Aber irgendwann war Sonntag abend – wir waren geschafft und hatten auch ganz schön etwas geschafft. Den Erfolg feierte ich mit einem Wiedersehen mit CORCHI, die mittlerweile in ihrem eigenen Haus in der Nähe von Frankfurt wohnt. Man, wir werden erwachsen!

Und so sieht es jetzt aus – schon recht leer, aber es gibt noch einiges zu tun:

Das ist dann wohl goodbye. Vielleicht noch nicht der allerletzte Abschiedsgruss – aber sehr nahe dran. Ja, das tut weh. Aber es kommt auch immer ein danach. Und es bleiben: wahnsinnig viele Erinnerungen. Wir haben Kisten voll davon, die wir gemeinsam einmal durchgehen müssen. Hallo Dia-Abend!! 😀

Und weiter gehts…

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