Das wars also, wieder so ein Monat rum. Ratzfatz, einmal umgedreht – und schon isses auch wieder vorbei. Ist irgendwie alles etwas trist hier zur Zeit – deshalb gab es auch nicht so viel zu berichten.

Wilson und ich sind bis über beide Ohren mit Arbeit zugedeckt.

Ace wird immer älter und damit auch immer “bedürftiger” oder “anspruchsvoller” (verdammt, was hab ich mir da nur angelacht…).

Das Wetter wird immer kälter und nasser – doch mit Wilson’s Knieverletzung sind wir ja sowieso eingeschränkt in unseren Aktivitäten.

Ich begnüge mich mit meinen abendlichen Jogging-Runden – hat auch seinen Charme 🙂

Die letzten zwei Wochenenden hatten wir jeweils kurzfristigen Überraschungsbesuch: Freunde, die auf der Durchfahrt waren und ein Plätzchen zum Schlafen brauchten. Total schön, endlich wieder einmal Gäste bei uns zu haben – so ein richtig erholsames Wochenende ist so etwas dann aber auch nicht (und endet oft im Streit zwischen mir und Wilson, weil ich Gäste gerne verwöhnen möchte – und er lieber den Pascha auf dem Sofa spielt, was zu einem leichten Ungleichgewicht führt :D)

Heute dann aber: Entschleunigung. Einfach mal durch die Stadt laufen dun ein paar Sonnenstrahlen abgreifen. Da gab es immer wieder lustige Kostüme zu bestaunen, weil ja Halloween war. Auf dem Wasser paddeln noch ein paar Kajak-Fanatiker, die der Kälte trotzen. Und immer wieder düsen Radfahrer oder Jogger an uns vorbei in dieser sportbegeisterten Stadt.

Ist schon alles gut hier in unserer kleinen Seifenblase.

Nur, ist es das auch wirklich? Wenn man die Nachrichten anschaltet, dann geht es immer nur um Covid und steigende Krankenhausauslastungen – und um Klimawandel und wie weit wir hinterherhinken mit unseren Zielen.

Da kommt dann schon mal ein grosses Gefühl der Hilflosigkeit auf. Wie soll ich mich verhalten? Was kann ich beitragen? Mülltrennung, auf das Auto verzichten, wenig konsumieren…ist das genug?

Eine Freundin von mir hat vor kurzem bei einem Start up angefangen, dass in den USA Leute motivieren will, mehr für den Klimaschutz zu tun – zum Beispiel Bäume zu pflanzen order einen Garten anzulegen. Sie haben bisher genau 2 Kunden. Klar muss man irgendwo anfangen – aber ne App zu entwicklen, damit Leute ein Foto von ihrem gepflanzten Baum machen können, ob das wirklich der Umwelt hilft?

Wofür setze ich meine Energie ein? Ich habe noch keine befriedigende Antwort für mich gefunden. Vielleicht muss ich auch einfach mal raus aus dieser Blase, wo alles so wohlig und gemütlich scheint. Vielleicht ist es auch einfach nur der November-Blues, der kommt.

Und vielleicht muss der Fokus mehr auf den kleinen Aktionen liegen, damit man nicht komplett durchdreht und erdrückt wird von den grossen, schwarzen Zukunftsbildern.

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