Der Mai ist da, wir sind ja fast sogar mittendrin. Und trotzdem spüren wir hier in Vancouver reichlich wenig vom Frühling. Ja, wir haben unsere tollen Kirschblüten, die auch prächtig mit ihren Blütenblättern um sich werfen. Aber das alles passiert bei unter 10°C und die meiste Zeit im Regen. Ich bin nicht die einzige, die sich gerne über das Wetter aufregt – die Graphik fand ich ziemlich passend 🙂

Nichtsdestotrotz habe ich mich in diesem Jahr dazu entschlossen, unsere Balkonpflanzen selbst auszusäen – und zum Glück scheinen die sich weniger um das miese Wetter zu scheren.

Und weil das Wetter so komisch ist, hängen Wilson und ich auch etwas in der Luft: wir sind ziemlich viel mit den Rennrädern unterwegs oder machen Frühjahrsputz in der Wohnung.

Jetzt, wo die Tage wieder länger werden, startet auch endlich wieder meine Frauen-MTB-Gruppe: ladies only jeden Mittwoch abend. Tut gut, mal wieder auf dem Mountainbike zu sitzen!

Das Gute an diesem kalten Frühlingswetter ist: der Schnee hält länger! Und so habe ich mich am Samstag spontan zu einer weiteren Skitour entschlossen – wohl das letzte Mal für die Saison. Zusammen mit Paul und Darlene ging es Richtung Whistler, wo wir diesmal ganz bequem die Gondel genommen haben, um dann in das “hintere Gebiet” zu stapfen und nach gutem Schnee Ausschau hielten.

Wir waren da bei weitem nicht die Einzigen, die auf diesen Gedanken kamen. Rauf ging es, durch recht weichen Schnee, der uns auch schnell zu Engpässen brachte, wo wir nur zu Fuss weiterkamen. Heisst also: Skier auf den Rucksack schnallen.

Zu Beginn fanden wir noch ziemlich guten Schnee – und um uns herum Extrem-Skifahrer, die sich von den steilsten Klippen schmissen 😀

Wir überquerten vorsichtig mehrere Gletscher, stiegen mal auf, fuhren mal ab – aber wurden ziemlich schnell von Nebel eingehüllt. Obwohl der Schnee eigentlich recht fein war, war das Skifahren damit ein mässiges Erlebnis – ohne Sicht weiss man nie, ob man runter oder hoch fährt, fühlt sich total verrückt an.

Schliesslich machten wir uns auf unseren letzten Anstieg: rauf zu einem bei Freestylern wohl sehr beliebtem “Coulouir”, also einer engen Passage vom Gipfel. Auch hier hiess es wieder: mit den Skiern auf dem Rücken raufstapfen und versuchen, nicht auszurutschen (oder den Ski zu verlieren – so wie es jemandem kurz vor uns passiert ist. Das kann schnell ein laaaaaaanger Weg nach unten sein – den man dann natürlich wieder rauf kraxeln darf).

Oben angekommen, standen wir auf einem schmalen Grat, hier hiess es also: Skier anschnallen ohne sie zu verlieren. Und dann: Abfahrt! Mittlerweile war die Sicht wieder etwas besser, so dass wir den Schnee sogar richtig geniessen konnten. Zwar kein frischer Pulverschnee mehr – dafür scheint dieser Hang zu beliebt zu sein 🙂 Aber schön war es trotzdem.

Unsere Abfahrt rechts im Bild

Fein wars, noch einmal den Winter zu spüren. Aber jetzt bin ich bereit für Frühling. Na komm schon, etwas wärmer könnte es hier langsam wirklich mal werden.

Und damit: einen guten Wochenstart 🙂

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