Jetzt sind wir also wieder in Vancouver. Schon eine Weile, der Januar ist beinahe rum. Aus der Traumwelt zurĂŒck in die Wirklichkeit. (Aber was ist schon wirklich?)

SĂŒdafrika wird noch eine Weile in mir weiter wirken. Die Farben, die Tiere, die Menschen, die Musik – und die WĂ€rme 😀

In Vancouver hat uns der Alltag wieder im Griff. Das geht ja dann doch immer wieder schnell. Eingespielte Routine-TÀtigkeiten, ein altbekannter Rhythmus. Doch an einigen dieser Alltagsschrauben möchte ich dieses Jahr gerne drehen.

Die grösste Schraube ist wohl mein Job: letztes Jahr wurde ich mit meinen Projekten und Kunden immer unzufriedener. Ich sehe da eine immer grössere LĂŒcke, eine VerstĂ€ndnislĂŒcke ĂŒber meine Rolle. Die will ich dieses Jahr stopfen – mit meinem eigenen Coaching Programm. Noch fehlt mir eine gute Struktur, aber es brodelt, und dieses Jahr wird etwas tolle daraus gekocht.

Und dann sind da unsere WochenendaktivitĂ€ten. Wilson kommt langsam wieder ins Skifieber. Allerdings…sehr langsam. Skitouren machen ihn noch nicht so glĂŒcklich – er sieht immer weniger Anreiz in einem langen, unbequemen Anstieg fĂŒr eine einzige Abfahrt, die momentan noch nicht einmal mit tollem Schnee belohnt wird.

Aber ich konnte ihn bisher trotzdem jedes Wochenende nach draussen locken.

Wir hatten eine schöne Tour mit dem Alpenclub – ziemlich lang, ein schöner, sonniger Tag, aber verharschter Schnee auf der Abfahrt. Wilson wollte mehrere Male umkehren, hat es aber schliesslich doch bis zum Ende durchgezogen.

Dann haben wir eine kurze Tour auf unseren Hausberg gemacht. Hier hat sich ebenfalls der Frust aufgestaut und wir sind nach einer ersten kurzen Abfahrt wieder umgedreht….

Nach diesem Frust haben wir uns letzten Freitag frei genommen und haben einen Tag in Whistler verbracht (Hallelujah, die Ticketpreise sind eine UnverschĂ€mtheit – 230 CAD fĂŒr einen Tagespass!!!). Endlich einmal einfach nur runterfahren.

Der Tag startete allerdings nicht so prickelnd: am Skilift angekommen, bemerkte Wilson, dass sein Skischuh kaputt war – die Aussenschale war eingerissen. So kann man natĂŒrlich nicht Skifahren. Und weil wir eine SkitourenausrĂŒstung haben mit besondere Bindung und Schuhen, kann man sich auch nicht so schnell einen Ersatzschuh leihen.

Wir fanden aber zum GlĂŒck ein GeschĂ€ft mit TourenausrĂŒstung – und Wilson fand sogar einen perfekt sitzenden Schuh!

Hui, das wurde ein teurer Tagesausflug – aber schön war es: Sonnenschein und jede Menge Abfahrten. Meine Beine brannten danach wie Hölle und Wilson war happy 🙂

Am nĂ€chsten Tag versuchten wir dann noch einmal eine kleine Skitour mit Freunden – aber diesmal hatte sich der Schnee an den meisten Stellen in Eis verwandelt, so dass wir unsere Skier mehr auf unserem RĂŒcken trugen als an den FĂŒssen. Aber wir machten das Beste daraus – und Wilson schaffte es diesmal auch auf den Gipfel.

Das sind also unsere Wochenenden. Ich bin froh, wieder einen Skipartner zu haben 🙂

Aber weil man auch immer mal etwas Neues und Abwechslung braucht, haben wir in diesem Monat ein neues Hobby getestet. Naja, Hobby ist wohl zu viel gesagt…wir machen einen Töpferkurs fĂŒr AnfĂ€nger! 🙂

FĂŒr 6 Sonntage geht es nun in ein Töpferstudio, wo wir mit Ton und TöpferrĂ€dern spielen. Es kommen dabei Becher- und SchalenĂ€hnliche Gebilde heraus 😀 Manchmal ein wenig frustrierend – aber ĂŒberwiegend sehr meditativ. Und es hilft mir, mich in Geduld zu ĂŒben. Wilson hat das Töpfern viel besser raus als ich.

So sieht also unser neuer (Wochenend) Alltag aus. Nicht so schlecht bisher. Mal sehen, was das Jahr noch so alles bringt.

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