Zur Abwechslung mal KEINE Wanderung am Wochenende 🙂 Aber sportlich musste es dennoch zugehen.
Unsere Mountainbike Crew nimmt sich einmal im Jahr immer eine besondere Herausforderung vor: die sogenannte “Triple Crown Tour”. Damit sind unsere drei Hausberge, Seymour, Grouse Mountain and Cypress, gemeint. Alle etwa 1000m hoch. Die Tour besteht darin, dass wir am Meer auf der einen Seite (deep Cove) starten, dann drei Berge rauf und runter fahren (jeweils bis zur Gondelstation) und auf der anderen Seite wieder runter ans Meer (Horseshoe Bay). Insgesamt knapp 70km und knapp 3000 Höhenmeter.

Wir waren insgesamt 8 Personen, die um 8 Uhr in Deep Cove (alle mussten das Wasser berühren) starteten und um 21 Uhr in Horseshoe Bay ankamen. 13 Stunden – zwischendurch haben wir uns genügend Pausen gegönnt.
Es ist schwer, diese Tour in Worte zu fassen.
Der erste Berg lief prima – wir waren alle gut drauf und haben uns prima unterhalten, so dass die Fahrt für mich wie im Flug vorbeiging. Die Abfahrt war ebenfalls hervorragend, habe mich klasse gefühlt und konnte mit den Jungs ganz gut mithalten.
Der Anstieg zum zweiten Berg lief ebenfalls prima. Doch die Abfahrt gefiel mir gar nicht (ging im Prinzip einfach durch den Wald durch, wo wir immer wieder das Rad über umgefallene Baumstämme tragen mussten – und ich irgendwann die Lust verlor).
Bei Anstieg Nummer drei ging mir dann langsam die Puste aus. Mein Arm und meine Knie schmerzten, und obwohl ich mich insgesamt fit fühlte, wurde ich doch langsam schlichtweg müde. Doch Abfahrt Nummer drei war noch einmal richtig gut.
Alles in allem: toller Tag mit tollen Leuten.
Am nächsten Tag haben Wilson und ich dann schön entspannt – bei einer Architektur-Bustour 😀
Vancouver ist bekannt für deinen “West Coast Modern Baustil“.
Einmal im Jahr veranstaltet das Kunstmuseum von West Vancouver eine “Open House Tour”: dazu laden sie jeweils 5 Besitzer von diesen architektonischen Juwelen dazu ein, ihre Haustür für einige Stunden für Besucher zu öffnen. Fotos dürfen nur von der Aussenansicht gemacht werden (um die Privatsphäre zu schützen), aber man kann sich in vielen Räumen umschauen und hat auch die Möglichkeit, mit den Besitzern – oftmals Künstler und Architekten, zu reden und mehr über die Geschichte des Hauses zu erfahren.
Es ist eine einmalige Gelegenheit, in einige dieser tollen Häuser zu schlüpfen und das Innere zu bestaunen.
Das tollste Gebäude, das wir gesehen haben, war das “Taylor Haus”: eine Glaspyramide, die über einen Bach gebaut wurde und direkt am Meer liegt. Der Besitzer ist Ingenieur und Brückenbauer – und hat noch zahlreiche weitere tolle Häuser konstruiert. 🙂




Ein weiteres Traumhaus war die “Eastwood-Seth Residence”, ein Haus aus den 50ern, das von einem tollen Künstlerpaar bewohnt wird. Hier könnte ich mich auch wohlfühlen 🙂



Die grösste Enttäuschung war ein Haus, das auf den Fotos traumhaft aussieht, in Wirklichkeit aber leider recht heruntergekommen ist – und die Innenausstattung komplett durch einen asiatischen Stil ersetzt wurde (mit Spiegeln in den Treppenstufen!). Nichts gegen unterschiedliche Kulturen und Designrichtungen – aber es passte einfach nicht zusammen und nahm dem ursprünglichen Gedanken seinen Reiz.



Wir haben schon schicke Häuser hier (die natürlich auch alle ihren Spezialpreis haben…nichts für Normalsterbliche :D). War fein, sich einmal die Zeit zu nehmen, ein wenig Kunst und Kultur vor der Haustür zu erkunden.
Ein schönes Wochenende – und nun: ab in eine neue, endlich sommerlich warme, Woche!






