Nach unserer tollen Wandertour ging es nun mit dem Auto weiter Richtung Süden. Zunächst sind wir durch das traumhafte Soca-Tal gefahren, wo sich die Soca, ein smaragdgrüner Fluss, kilometerweise entlang schlängelt und zwischendurch immer wieder tolle Wasserfälle bildet.

Wir haben einen kleinen Zwischenstopp bei der Tolmin-Klamm gemacht, eine wunderschöne Bergschlucht, wo zwei Flüsse aufeinandertreffen.

Das Weingebiet Brda

Vom Soca-Tal ging es weiter in die wunderschöne Weinregion Brda. Hier wird eine Vielfalt von Weinsorten angebaut, die meisten davon einheimisch, mit Rebula als der bekanntesten Rebsorte. Ich war ganz verzaubert von diesem Gebiet mit seinen sanften Hügeln.

Hier reihte sich ein kleines Dörfchen neben dem anderen, mit verwinkelten Gässchen und überall guten Weinstuben. Wir verbrachten hier leider nur eine Nacht – aber dies ist ein Ort, an dem man sich auf jeden Fall länger aufhalten und mit dem Fahrrad die Umgebung erkunden kann.

Die Slowenische Küste

Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Süden an die Adria. Unterwegs haben wir aber noch einige feine Zwischenstopps eingebaut:

Die Eisenbahnbrücke von Slokan, welches weltweit die Brücke mit dem längsten Steinbogen (Spannweite von 85 m) ist. 1906 erbaut von einem österreichischen Ingenieur.

Stanjel, ein ganz kleiner Ort, der im 17. Jahrhundert eine Festungsanlage darstellte, die nun langsam wieder errichtet wurde.

Ein Pferdegestüt, in welchem die Lippizianer-Pferde gezüchtet werden.

Und die beste (und auch älteste) Schinkenherstellerei; hier bekommt man den berühmten “Prsct”, das ist die slowenische Version des Proscuittos.

Izola, die Küstenstadt

Abends kamen wir dann in Izola an, einer kleinen Küstenstadt, die nicht ganz so touristisch überfüllt ist wie das benachbarte und bekanntere Piran.

Hier hatten wir direkt in der Altstadt eine kleine Ferienwohnung. Izola war super schnuckelig: es hatte einen sehr aktiven Hafen, eine gemütliche Badebucht und viele nette Restaurants und Cafes.

Piran, die grössere Version

Am nächsten Morgen haben wir uns e-Bikes ausgeliehen und sind 20 km zur benachbarten Stadt Piran geradelt – was super war mit Fahrrädern, da wir so durch die kleinen Weinanlagen düsen konnten und nicht auf die fette Hauptverkehrstrasse angewiesen waren.

Piran selbst ist ebenfalls eine sehr schöne Stadt mit vielen engen Gässchen und einer kleinen Burg. Hier haben sich mehr Menschen getummelt als in Izola, aber für einen Tagesausflug war es perfekt.

Die Skocjan Höhlen

Von der Küste aus ging es wieder Richtung Norden. Und da Slowenien bekannt ist für seine vielen Höhlen, wollten wir hier nichts verpassen. Statt der grössten und bekanntesten Postonja Höhle haben wir uns das UNESCO Weltkulturerbe der Skocjan Höhlen ausgesucht. Wir haben eine 1.5h lange Führung mitgemacht, wunderschöne Tropfsteingebilde bewundert und waren von der Geschichte der Entdeckung und dem langsamen Ausbau dieser Höhle fasziniert. Für Wilson war es sein erstes Höhlen-Erlebnis!

Kamnik und die Berge

Als letzte Station in Slowenien haben wir uns noch einmal den Bergen genähert, diesmal den Kamnischen Alpen, die direkt an Österreich und die Steiermark grenzen. Wir waren hier in einem süssen kleinen Ort und hatten ein uriges Berghäusschen (allerdings als Gartenlaube) als Unterkunft.

Von hier haben wir zwei Ausflüge gemacht: zum einen zu dem Instagram-gehypten See Bled (ja, der sieht schick aus auf Fotos – war aber ein Verkehrschaos und dann ziemlich überlaufen, würde ich nicht noch einmal machen).

Zum anderen haben wir das bekannt Bergdorf Villa Planika besucht. Die Siedlung war ursprünglich eine Ansammlung von Hütten für die Schäfer, wurde dann aber zu einem historischen Kulturgut, was mittlerweile überwiegend touristisch genutzt wird.

Und damit war unsere Woche in Slowenien auch schon vorbei. Ein wunderschönes Land – klein, aber sooooo vielfältig. Und es gibt noch jede Menge Ecken, die wir hätten erkunden können – wir müssen hier unbedingt noch einmal hin. Sehr zu empfehlen für jeden, der einmal etwas anderes in Europa sehen möchte!

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