Von nun an ging unsere Fahrt schnurstracks in den Norden, zur├╝ck Richtung Kanada. Unser letzter Skiort, den wir in den USA aufsuchen w├╝rden: Sun Valley.

Wir hatten eine wundersch├Âne Fahrt dorthin, vorbei an vulkanischen Gebieten mit Lavagestein und heissen Quellen.

Nach knapp 5 Stunden Fahrt kamen wir in Sun Valley an, einem kleinen Skigebiet mit einem Charme, den man erst bei n├Ąherem Hinsehen findet. Aber es gibt ihn. Zum Beispiel in dem kleinen Keller-Pub, wo wir Guiness und Tipps von Einheimischen bekamen.

Am n├Ąchsten Morgen liessen wir es etwas langsamer angehen: bei -20┬░C war uns nicht danach zumute, zu fr├╝h auf der Piste zu sein. Also erstmal: arbeiten im Coffee Shop ­čśÇ

Als wir uns dann gegen 10.30 Uhr auf den Weg zur Liftstation machten, musste ich zugeben, dass -20┬░C recht kalt sein k├Ânnen. Trotz Sonne. Das fanden auch meine Zehen, die ich kaum noch sp├╝rte. Na, erstmal rauf auf den Berg zur ersten Abfahrt, Bewegung wird schon helfen.

Dumm nur, dass die erste Abfahrt mit einer vereisten Piste startete. Und ich konnte meine F├╝sse nicht sp├╝ren – hiess: konnte meine Skier schlecht steuern. Das war ja nun nicht meine Definition von Spass.

Erstmal ab in die n├Ąchste H├╝tte, F├╝sse aufw├Ąrmen – und dann nochmal versuchen. Wir haben den Tag zwar noch genossen, sind aber konsequent nur blaue Pisten gefahren – soooooo weit unter Wilson’s Niveau ­čśÇ

Sun Valley hat seinen Namen nicht zu unrecht, es war definitive sonnig (und bitterkalt), was auch bedeutete, dass es nicht viel Schnee gab. Wenn man im Lift sass, kam fast der Eindruck vom Ende der Saison auf, so viel Grass konnte man zwischendurch sehen – aber da sind wir noch lange nicht angekommen.

Wir ├╝berstanden den Tag also doch noch recht gut, w├Ąrmten uns nach dem Skifahren wieder im Coffeeshop auf, packten unsere Sachen am sp├Ąten Nachmittag und machten uns wieder auf die Reise: weiter Richtung Kanada.

Wir fuhren in die Abendd├Ąmmerung rein, erlebten einen tollen Sonnenuntergang – und hielten irgendwo im Nirgendwo an, um einen Rastplatz f├╝r die Nacht zu finden.

Am n├Ąchsten Tag wachten wir bei -25┬░C auf – vermutlich die k├Ąlteste Nacht, die wir bisher hatten. Da sprangen wir auch lieber gleich ins Auto, um bei voll aufgedrehter Heizung unsere Fahrt fortzusetzen.

Was f├╝r ein herrlicher Morgen! Wir wurden mit den tollsten Naturbildern belohnt – die K├Ąlte tauchte alles in eine wundersch├Âne, mystische Winterlandschaft.

Die klirrende K├Ąlte gemischt mit den heissen Quellen, die sich ├╝berall befanden, waren ein herrliches Gemisch.

Was passt in diese Idylle besser rein als Pferde? Irgendwann waren wir auf der Suche nach dem perfekten Pferde-Foto (weisser Hengst im weissen Schnee :D), dass wir leider nicht bekamen – aber ein paar andere sch├Âne Bilder.

Der H├Âhepunkt dieser Fahrt war f├╝r mich der Glacier Nationalpark: eine riesige Bergkette, die sich von Kanada in die USA zieht – dort m├Âchte ich einmal hin.

Am sp├Ąten Nachmittag erreichten wir Whitefish, etwa 100 km von der Grenze zu Kanada entfernt, direkt am Fuss von Bergen und an einem See gelegen. Wilson fand, dies sei ein guter Ort, um die Fahrt zu unterbrechen und uns mal ein Hotelzimmer zu g├Ânnen – mit schickem Essen und warmer Dusche. Dazu sage ich nicht nein!

Ein gem├╝tlicher Zwischenstop, der nach den letzten eiskalten Tagen sehr willkommen war. Etwas Energie tanken und die letzten Stunden in den USA auskosten…prima.

Im n├Ąchsten Beitrag heisst es dann: back in Canada!

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