Es geht weiter mit verr├╝ckten Trips, zu viel Arbeit und: Skifahren!

Ich arbeite momentan an einer Webseite f├╝r Spearhead, einem tollen Unternehmen, die komplexe Geb├Ąude aus Holz und Stahl anfertigen. F├╝r das Projekt durfte ich einen Workshop organisieren, und weil wir ja endlich wieder miteinander pers├Ânlich agieren d├╝rfen, fand dieser Workshop vor Ort statt. Das bedeutet: ab nach Nelson!

Nelson liegt etwa 700 Kilometer ├Âstlich von Vancouver, das bedeutet 8-9 Stunden Autofahrt.

Gemeinsam mit meinen beiden Kollegen, Nate und Amy, ging es am Samstag morgen also los. Wir kamen gut durch – aber die Fahrt war dennoch lang und wir waren ziemlich platt, als wir abends in Nelson ankamen. Nate leidet zudem auch noch unter einer Gehirnersch├╝tterung. Der Unfall (Zusammenstoss mit einer Schaukel beim Spielen mit seinen Kindern) ist zwar schon ein Jahr her, aber er kann noch immer schwer mit Ger├Ąuschen und wechselnden Einfl├╝ssen oder Bildern (wie einer Autofahrt) umgehen.

In Nelson wohnten wir in einem AirBnB, in einem typischen “Nelson-Haus”, eine kleine Villa Kunterbunt.

Nate musste sich hinlegen. Ich bummelte mit Amy zusammen die “Hauptstrasse” entlang (Nelson hat ungef├Ąhr 10,000 Einwohner) und landete in einem gem├╝tlichen Pub mit Live Musik. Es spielte eine Country-Band und die Dorfgemeinschaft hatte ungemein Spass und tanzte ausgiebigst. Eine wunderbare, ausgelassene Stimmung, hier man man sich wohlf├╝hlen.

Nelson ist f├╝r seine “Hipppie Community” bekannt. Dieser Ort wurde in den 60ern gegr├╝ndet, als viele Amis nach Kanada flohen, um nicht in den Krieg gegen Vietnam ziehen zu m├╝ssen.

Sonntag wurden wir dann vom Sohn unseres Auftraggebers zum Skifahren abgeholt ­čÖé Ein herrlicher tag und eine gute Gelegenheit, um sich besser kennen zu lernen.

Das Skigebiet hier ist ziemlich klein (3 Lifte), hat aber tolle Abfahrten, prima Schnee und ein super gem├╝tliches, famili├Ąres Flair. Wir starteten in einer Gruppe von 4 Personen, wuschen zwischendurch auf 13 Personen an. Hier traf sich jeder, wir lernten die komplette Familie kennen, weitere Mitarbeiter, Partner und (ber├╝hmte) Freunde. Jeder hier hatte einen spannenden Beruf oder Hobby: wir lernten die Weltrekordhalterin f├╝r “Highlining” (auf einem Seil in schwindelerregender H├Âhe balancieren) kenne, Mia Noblet. Dann war da Sarah, die mal eben mit ihrem kleinen Flieger einen Kunden abholen musste, bevor sie uns beim Skifahren traf. Emanuel, der mit seinem Sohn einen kurzen Abstecher nach Nelson machte, dabei war, seine Firma zu verkaufen, um von Calgary zur├╝ck nach Nelson zu ziehen.

Es gab also viele, kunterbunte Geschichten, nette Leute und tollen Schnee. Und: es gab absolut keine Warteschlangen an den Liften!

Am Montag starteten wir dann fr├╝h morgens unseren Workshop. Ich war (wie immer) ein wenig nerv├Âs – aber habe schnell gemerkt, wie unn├Âtig war. Ich durfte eine Gruppe von 12 fantastischen, begeisterten und engagierten Menschen managen. Alle waren mit Volldampf dabei und der Tag war extrem produktiv.

Abends ging es dann noch gemeinsam ein Bierchen trinken, anschliessend gab es Abendessen im kleinen Kreis – und dann fiel ich total ersch├Âpft ins Bett. Was f├╝r ein Tag, f├╝hlte sich aber gut an.

Am n├Ąchsten Tag gab es eine Tour f├╝r uns beim Kunden, so dass wir besser verstehen konnten, was wir auf der Webseite r├╝berbringen m├╝ssen.

Wir bekamen viel Lob f├╝r den Workshop, das Team war begeistert – und am Ende musste ich alle umarmen, so sehr waren sie mir in der kurzen zeit ans Herz gewachsen. So kann es gerne immer sein ­čÖé F├╝r solche Kunden macht das Arbeiten Spass.

Dienstag mittag sprangen wir wieder ins Auto und traten den langen R├╝ckweg an. Auch das lief reibungslos – einfach nur ziemlich kaputti, als ich endlich, endlich wieder zu Hause war und in meinem eigenen Bett schlafen konnte.

Toller Kurzausflug, der Arbeit und Privatspass miteinander prima verband.

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