Kaffee-Plantagen, Berge, Dschungel – eine etwas andere Atmosphäre hier in Boquete, an die ich mich langsam gewöhne.

Das Dorf selbst ist recht klein, die Strassen hier sind seit Jahren eine Baustelle: Schotterpisten mit Schlaglöchern. Der Dorfkern hat viele schmutzige Häuserfronten neben ein paar nett hergerichteten touristischen Läden – die meisten davon verkaufen Kaffee und Schokolade.

In den Gärten wachsen Zitronenbäume und Bananensträucher.

Die Mehrheit der Bevölkerung hier sind “Mestizen” – eine Mischung von indianischen und europäischen Wurzeln. Ab und zu sieht man noch die traditionellen bunen Gewänder auf der Strasse.

Für mich geht es morgens mit dem Spanisch-Kurs weiter. Die Nachmittage kann ich für Erkundungstouren und Wanderungen nutzen.

Meine erste Wanderung hat mich zu den 3 Wasserfällen geführt. Mit einem Mini-Bus, vollgepackt mit Schulkindern, ging es ca. 25 Minuten gen Norden, in die Nähe des Vulkans.

Am Ende der Strasse startet ein kleiner Schotterweg: der Wanderweg zu den Wasserfällen.

Der Weg wandelt sich schnell zu einem steilen Aufstieg. Hinter mir hörte ich plötzlich Schritte: ein Einheimischer, der sich rasch an mir vorbeischlich. Etwas später fand ich heraus: dieser Junge war der “Ranger”, der von den Touristen auf einer Anhöhe das “Eintrittsgeld” einsammelte: 7 USD.

Und los ging es. Insgesamt 3 Wasserfälle galt es zu bestaunen. Der erste Wasserfall lag nur ca. 10 Minuten hinter der Ranger-Station.

Wasserfall No. 1

Weiter ging es durch den Dschungel: schön ist es hier!

Wasserfall Nummer 2 lud beinahe zum baden ein – wenn es nicht so kühl wäre und der Ranger nicht vor Wasserschlangen gewarnt hätte 🙂

Und weiter durch den tropischen Regenwald. Der Weg ist nicht stark besucht, aber ab und zu treffe ich auf andere Besucher.

Und schliesslich: Nummer 3, eine wunderbare Dusche mit dahinter liegender Höhle. Ich fühle mich allerdings nicht in Entdecker-Stimmung und begnüge mich damit, fleissig Fotos zu knipsen.

Was für eine herrliche Tour, tut gut, die Beine zu strecken. Auf dem Rückweg bewundere ich noch einmal den Blick aufs Tal: die Regenwolken stets am Himmel, die Hänge der Kaffee-Plantagen, das saftige Grün…

Und damit ging es zurück zur Ausgangsstelle. Eine offizielle Bushaltestelle gibt es hier nicht, auch keinen Fahrplan. Etwa alle Stunde sollte ein Bus hier vorbeikommen – das könnte jetzt alles bedeuten. Aber ich hatte Glück: der junge Ranger stand am Strassenrand mit 2 weiteren Männern (Real Estate Agents, wie sich herausstellte). Sie waren auf den Weg zurück nach Boquete und boten mir eine Mitfahrgelegenheit an. Prima, eine Gelegenheit, um Spanisch zu üben.

Mein nächster Tag verlief ähnlich: Schule & Wanderung. Da mein Unterricht erst um 10 Uhr beginnt, konnte ich den Morgen jeweils mit einem prächtigen Frühstück geniessen – was ein tolles B&B, das ich hier gefunden hatte.

Meine nächste Wanderung ging etwas tiefer in den Dschungel, zum Quetzal Pfad. Hier sollte man die tollen bunten Quetzal-Vögel beobachten können, leider ist mir keiner begegnet. Dafür habe ich aber Affen gesehen, die hoch über mir in den Baumkronen sassen.

Beginn der Wanderung: vorbei an Farmfeldern.

Dieser Wanderweg kreuzte zig Mal einen kleinen Fluss, den ich an einer Stelle sogar barfuss überqueren musste – zu viel Wasser.

Auf diesem Wanderweg sind mir weniger Menschen begegnet – was aber prima war, sonst hätte ich vermutlich die Äffchen nicht entdeckt. Hier die Dschungeleindrücke:

Dschungelfeeling – eine sehr laute Umgebung, denn hier ist ein ständiges Zirpen und Brummen zu hören.

Nach dieser längeren und schönen Wanderung bin ich auf dem Heimweg bei der lokalen Brauerei eingekehrt. Und was für ein tolles Timing: hier fand gerade eine “Jam-Session” statt: einige ältere Semester von amerikanischen Expats musizierten mit jungen Panamesen. Eine bunte Mischung aus Country und Reggae, was für ein Spass!

Herrlich, das war ein gelungener Abschluss des Tages. Morgen startet mein letzter Tag in Boquete, mal sehen, was der so bringt.

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