Langsam, langsam nĂ€hern wir uns wieder einer Welt, wie sie einmal vor Covid-19 war. NatĂŒrlich nicht genauso – aber Schritt fĂŒr Schritt werden gewisse Dinge wieder einfacher, es gibt wieder mehr “Freiheiten”.

Diese Woche hatte ich meinen erste GeschÀftsreise seit Beginn der Pandemie. Es ging nach Austin in Texas.

Ich arbeite gemeinsam mit meiner Kollegin (und Freundin) Kirsten fĂŒr einen Kunden, der digitale Lösungen fĂŒr grosse Events anbietet. Unter anderem entwickelt er mobile Applikationen fĂŒr Konferenzen, so dass Konferenzbesucher vor Ort sich schnell und einfach orientieren können.

Eines dieser Events, dass mein Kunde bedient, ist SXSW (South by South West), eines der grössten Musik, Film und Tech Konferenzen weltweit ? (zumindest in Nordamerika): ĂŒber 7,000 Shows und PrĂ€sentationen verteilt ĂŒber 10 Tage ziehen ĂŒber 400,000 Besucher von aller Welt an. Es gibt VortrĂ€ge, Ausstellungen, Workshops, Filme und Konzerte von morgens bis spĂ€t in die Nacht. Die gesamte Stadt Austin verwandelt sich in einen brodelnden Topf, an jeder Ecke findet ein Event statt, dafĂŒr werden neben dem eigentlichen KonferenzgebĂ€ude zahlreiche Hotels, Konzerthallen und Bars genutzt.

Kirsten und ich durften nun unseren Kunden und sein Team nach Austin begleiten, um vor Ort die mobile App zu testen und Benutzer nach ihrer Meinung zu befragen. Hui, wie fein!

Das eigentliche Reisen (Flug mit Umsteigen) war nicht wirklich angenehm, zahlreiche HĂŒrden, die man bereits Tage vor dem Abflug nehmen muss, Tests, Warteschlangen, Chaos am Flughafen…aber irgendwie schafften wir es schliesslich nach Austin.

Wir trafen uns hier das erste Mal als Team – hach, tut das gut, sich wieder einmal ohne einen Bildschirm auszutauschen und sich besser kennen lernen zu können.

Nach unserem Reisetag ging es am nĂ€chsten Morgen frĂŒh fĂŒr uns los: ab zur Konferenz, unseren Team-Raum einrichten – und dann liefen Kirsten und ich von morgens bis abends herum, um Besucher ĂŒber die App zu befragen. Zwischendurch gab es immer wieder mal Team-Meetings.

So richtig viel haben wir von der Konferenz leider nicht mitbekommen – aber GerĂŒchten nach gab es so einige Prominenz auf der Konferenz (Mark Zuckerberg hielt eine Rede, es waren zahlreiche Schauspieler vertreten)- alles in allem ein spannendes Umfeld.

Kirsten und ich waren froh, wenn wir am Abend einen Spaziergang einbauen konnten und somit ein wenig die Stadt zu erkunden. Austin ist berĂŒhmt fĂŒr seine Fledermaus-BrĂŒcke: im Sommer kann man hier tausende von FeldermĂ€usen bei Sonnenuntergang beobachten. Wir sahen leider nur eine handvoll.

Am letzten Abend haben wir es als Team dann doch noch geschafft, die abendlichen Konzerte zu bestaunen: zahlreiche Musiker, die in jeder Bar spielen. Da Austin eine (normalerweise) recht sonnige Stadt ist, gab es auch viele Konzerte im Freien.

Das mit dem Wetter hat auch nicht so wirklich gepasst: laut Vorhersage sollten es 20°C sein, dementsprechend habe ich auch gepackt (luftig und leicht :)). Bei unserer Ankunft standen wir dann da – bei 1°C! Da mussten erstmal Socken und eine MĂŒtze gekauft werden 🙂

An unserem Abreisetag haben wir uns dann noch etwas die Ausstellungen in der NĂ€he von unserem Hotel angeschaut – Porsche und eine Banksy-Kunst-Sammlung 🙂

Und damit war unsere GeschĂ€ftsreise beendet. Es folgte ein erneuter chaotischer und stressiger RĂŒckflug, aber letztlich verlief alles erfolgreich und wir sind wieder gut und gesund in Vancouver gelandet.

Ein Erlebnis. Es ist schön, sich auch beruflich wieder persönlich mit Menschen treffen und austauschen zu können – aber so richtig “normal” ist die Lage noch nicht. Ob Reisen jemals wieder angenehm wird, wage ich langsam zu bezweifeln. Es ist trotz aller RegelĂ€nderungen und “Vereinfachungen” noch immer recht stressig und anstrengend.

Aber jetzt erstmal: Wochenende 🙂

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