Wow, es ist eine ganze Weile her seitdem ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe. Und jetzt, wo ich wieder anfange zu tippen, merke ich, dass ich es auch ein wenig vermisst habe, das Schreiben, das Festhalten meiner Gedanken.

F├â┬╝hlt sich an, als ob ich aus einem langen Traum aufwacht bin. Einer von der Sorte, in der man sich selbst beobachten kann und man m├â┬Âchte aufwachen oder sich bewegen – aber man kann nicht. Kein Alptraum – nur eine Situation, in der man nicht mehr die Kontrolle zu haben scheint.

Die letzten Monate waren…intensiv. In sehr, sehr vielen Bereichen. Sehr├é┬ávollgepackt – einerseits zeitlich, andererseits emotional. Vieles basiert auf meinen bewussten Entscheidungen, daher stimmt der Vergleich mit dem Kontrollverlust in Tr├â┬Ąumen nicht ganz. Ich hatte allerdings keine Kontrolle dar├â┬╝ber, dass sich pl├â┬Âtzlich alles zur gleichen Zeit ereignet ­čÖé

Und ich habe wieder viel gelernt in den letzten Monaten. ├â┼ôber mich, ├â┬╝ber meine Ziele, ├â┬╝ber andere Menschen, ├â┬╝ber deren Ziele, ├â┬╝ber Kommunikation. Mit jedem Tag, mit jedem Projekt lerne ich mehr und mehr, mich auf das zu fokussieren, was mir Freude bereitet und was mir wichtig ist. Und ├â┬╝berhaupt: zu definieren, was meine Grunds├â┬Ątze sind, meine Leitziele.

Wenn ich auf meine jetzt nun 6-monatige├é┬áVancouver-Zeit zur├â┬╝ckblicke, dann l├â┬Ąsst es sich sehr gut mit einem ersten Besuch in einem S├â┬╝ssigkeitenladen vergleichen: alles ist bunt und aufregend, s├â┬╝ss und verf├â┬╝hrerisch. Einmal eintauchen bitte. Und das habe ich gemacht.

Beruflich hat sich rasch ein Projekt nach dem anderen ergeben, so rasch, dass es pl├â┬Âtzlich viele Projekte gleichzeitig wurden – und ich das jonglieren versuchte zu lernen. Aber irgendwann wird auch der schnellste Arm m├â┬╝de. Aber es waren spannende Projekte mit spannenden Menschen – und anstrengende Projekte mit anstrengenden Menschen ­čÖé Beides ist gut zum Lernen.

Privat habe ich mich super mit meiner Mitbewohnerin verstanden. Ein K├â┬╝nstler- und Philosophenherz. Wir haben etliche K├â┬╝chengespr├â┬Ąche hinter uns, haben zusammen musiziert, uns gegenseitig Mut zugeredet, wenn wir wieder einmal zu selbstkritisch unseren Arbeiten gegen├â┬╝berstanden, haben n├â┬Ąchtliche Spazierg├â┬Ąnge und ausgedehnte Wanderungen unternommen und vor kurzem eine tolle WG-Party veranstaltet.

Nur die Ich-Zeit, die f├â┬╝r mich so wichtig ist, um wieder neue Energien und Kr├â┬Ąfte zu sammeln, die hat gefehlt. Zeit zum reflektieren – oder zum Blog schreiben – ja, in den letzten Wochen sogar Zeit zum schlafen. So aufregend das auch ist f├â┬╝r eine Zeit, irgendwann ist sie da, die Sackgasse, die grosse Wand.

Und dafür gibt es jetzt einen Neuanfang. Einmal umkehren.

Ich habe mich in den letzten Wochen erfolgreich aus dem Projekt befreit, welches mir Magenschmerzen bereitete und ganz gegen meine innere ├â┼ôberzeugung lief. Und ich habe andere Projekte, die ich liebte, erfolgreich abgeschlossen. Ich werde fleissig weiterempfohlen – und zuk├â┬╝nftig├é┬áwerde mich nun auf die Projekte und auf die Menschen fokussieren, die meinen inneren ├â┼ôberzeugungen entsprechen. Fokus!

Und ich bin auf Wohnungssuche. So sehr ich meine Mitbewohnerin auch sch├â┬Ątze, ich brauche langsam wieder meinen eigenen R├â┬Ąumlichkeiten in denen├é┬áich meinen eigenen Rhythmus ungest├â┬Ârt leben kann und meine eigene Kreativit├â┬Ąt ausleben kann. Und dies wird eine neue, unm├â┬Âblierte Wohnung sein, in welche ich mit meinen 3 Koffern einziehen werde. Neuanfang. Tats├â┬Ąchlich.

Um meinen Geburtstag zu vergessen und vielmehr, um wieder einmal durchatmen zu k├â┬Ânnen, habe ich mich f├â┬╝r dieses Wochenende auf eine Art “Halbinsel” begeben. Die Gegend hier verdient sicher nicht den Namen Halbinsel, sie ist mit dem Festland verbunden, aber es f├â┬╝hren keine Strassen hierher, man muss als mit der F├â┬Ąhre fahren. 40 Minuten dauert es von Vancouver, dann ist man an der “Sunshine Coast”. Gestern abend bin ich im str├â┬Âmenden Regen hier eingetroffen – in einem herzallerliebsten B&B, von Patricia├é┬áund Peter (er ist Deutscher, geb├â┬╝rtiger Hamburger) gef├â┬╝hrt. Und heute wurde ich zuerst von zaghaften Wolken begr├â┬╝sst, anschliessend, nach einer ausgiebigen Wanderung im Regenwald, lachte mir dann die Sonne entgegen. Na also: geht doch! Fr├â┬╝hlingsanfang – mit dem Sonnenkind ­čÖé

Rainforest at the Sunshine Coast
Rainforest at the Sunshine Coast
Smuggler-Cove
Smuggler-Cove

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3 thoughts on “Reborn”

  1. Jetzt wei├â┼Ş ich auch warum man dich gestern so schlecht erreicht hat ­čÖé
    Alles Gute zum Reborn!

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